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Passepartout-Werkstatt Reinhard Dreger

Preise in Euro inklusive Mehrwertsteuer   

Die Passepartout-Stärke

Die Mindeststärke eines Passepartouts sollte 1,4 mm betragen, damit das Passepartout genug Abstand zum Glas und ein Luftpolster bilden kann. Sie können sich für stärkere Passepartouts, zum Beispiel in 3 mm Stärke, entscheiden, ganz einfach, weil Sie sie schön finden. Ihre Entscheidung könnte aber auch konservatorische Gründe haben. Zum Beispiel, wenn Ihre Radierung auf starkes Büttenpapier gedruckt ist, welches immer arbeiten und auch Blasen werfen wird. Sie sollten das Ihrem Käufer vorab sagen und ihm den Wert dieses herrlichen Papiers nahe bringen. Auch wenn er als moderner Mensch wahrscheinlich lieber alles glatt hat - erklären Sie ihm, dass ein Aufziehen des Blattes dessen Wert erheblich mindern würde. Gleichzeitig wäre es ein Bestandteil  Ihrer fachkundigen Beratung, ihm zumindest bei langfristiger Rahmung zu einem 3mm starken Passepartout, falls nötig, sogar zu einem noch stärkeren Passepartout zu raten.

Wir bieten Ihnen eine Passepartout-Farbe auch in 4,4 mm Stärke an. Stärkeres Passepartout-Kartonmaterial gibt es z.Z. auf dem Markt nicht, und dies ist im Augenblick auch die Grenze dessen, was maschinell schneidbar ist. Per Hand ist dieses Material nicht mehr zu schneiden. 

Wenn Sie einen großen Abstand zum Glas benötigen, z.B. weil Sie in einer Collage rahmen wollen, in der eine Zigarettenschachtel mit verarbeitet wurde, können Sie Passepartouts zum Doppel-, Dreifach- oder auch Mehrfach-Passepartout kombinieren - siehe Das Doppel-PP.

Weiter können Sie können Schattenfugen bilden, Einlegeleisten sichtbar oder unsichtbar einsetzen oder nur einige der stichwortartig angeführten Techniken miteinander kombinieren. 

Für eine alte, handaquarellierte Spielkarte, die selbst auf einem kleinen, für den Betrachter nicht sichtbaren Distanzstück befestigt ist - also praktisch im Rahmen schwebt -  könnte der hier gezeigte Rahmungsaufbau auch durchaus passend sein. Es entsteht ein sehr interessanter Schaukasteneffekt. Und falls es passt, wenn z.B. die Spielkarte selbst eine kleine Goldverzierungen enthält, könnte die Einlegeleiste in Gold ausgeführt sein und eine oder auch beide Schnittkanten der Passepartouts könnten zusätzlich noch in Gold abgeklebt sein. Aber eben nur, wenn es wirklich passt. Je weiter man sich in diese Richtung hineinwagt, desto genauer muss die Gestaltung auf die jeweilige Arbeit, das jeweilige Objekt, abgestimmt sein. Weniger Verzierung kann auch beim Passepartout oftmals mehr sein. Dem schwierigen Thema Passepartout-Verzierung werden wir uns demnächst in einem separaten Unterpunkt widmen.

Mehr dazu unter Das Doppel-PP

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John Ruskin

(1819-1900)

Der Preis - Einige Gedanken

Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, dass nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften.

Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

Das Gesetz des Handels verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten.

Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.

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