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Passepartout-Werkstatt Reinhard Dreger

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Breite der PP-Ränder

Das PP und damit seine Ränder, haben die Funktion, sowohl den Übergang als auch den Abstand zum Rahmen zu bilden. Der Rand eines PPs sollte nicht schmaler als 5,5 cm sein. Das nebenstehende Foto 20 x 30 cm hat 5,5 cm-Ränder. Diese sind nicht voll sichtbar, da bei einem 1,7 mm starken PP durch den Schrägschnitt ca. 2 mm von der Farbsichtfläche verloren gehen. Außerdem verschwindet ein Teil des Randes im Rahmenfalz. Je nach Falztiefe des verwendeten Rahmens sind dies 5 - 8 mm, was nach Addieren des Verlustes vom Schrägschnitt insgesamt ca. 1 cm ergibt, der vom rechnerischen Rand abzuziehen ist. Die Sichtfläche eines PP-Randes von 5,5 cm ist demnach 4,5 cm und hat damit die Grenze erreicht, an  der der PP-Rand noch seine Aufgabe erfüllen kann.

 

Gerade kleine Arbeiten bedürfen breiter PP-Ränder, da sie nicht nur die Aufgabe haben, einen Übergang und Abstand zum Rahmen zu bilden, sondern außerdem eine ruhige Fläche um das Motiv erzeugen sollen. Wenn Sie z.B. eine Arbeit im Format 2 x 3 cm zeigen wollen (die dann eingelegt gezeigt werden sollte - siehe hierzu den Punkt abgedeckte / eingelegte Präsentation), sollten die Ränder des PPs mindestens 9 cm breit sein. Das daraus resultierende PP ist dann, wie in der Skizze zu sehen, 24 x 27 cm groß und das mag einigen Lesern vielleicht ungewöhnlich erscheinen. Aber es ist richtig. 

Kleine PPs mit schmalen Rändern sieht man zwar häufig und der Mensch neigt dazu, das Bekannte auch für das Richtige zu halten. Es gibt aber kein gutes PP unter dem Maß 24 x 24 cm. Wenn Sie nun sagen, dass es in unserem Serien-PP-Angebot auch kleine PPs mit solchen schmalen Rändern gibt, so beweist dies nur, dass wir aufgrund der Forderungen des Marktes gelegentlich auch nicht optimale PPs fertigen müssen. Als Entschuldigung und zur Ehrenrettung unserer Kunden sei angemerkt, dass wir sie kaum verkaufen. 

Die kleine Arbeit bedarf breiter PP-Ränder - dagegen können bei einer Radierung oder einem Foto im Format 30 x 45 cm PP-Ränder von 5,5 cm ausreichend sein. Arbeiten in dieser Größe brauchen nur noch wenig Unterstützung, um sich gegen den Rahmen zu wehren. Was nicht heißt, dass wir Ihnen diese Ränder empfehlen würden. Raten würden wir Ihnen zu PP-Rändern ab 7 cm bis hin zu 11 cm und für den, der es mag, gern auch breiter. Nachfolgend sehen Sie ein Foto 20 x 28 cm mit 5 cm, 7,5 und 10 cm breiten PP-Rändern. 

Noch zwei letzte Gesichtspunkte zur Wahl der Breite der PP-Ränder. Je mehr Eigenkraft eine Arbeit hat, desto weniger breit müssen die PP-Ränder sein und umgekehrt. Je mehr Breite und Eigenwirkung die Rahmenleiste hat, desto breiter müssen die PP-Ränder sein und umgekehrt. Sie  wollen beispielsweise eine kleine, zarte Rötelzeichnung/ein zartes, weichgezeichnetes Foto in Pastellfarben in einem breiten, schwarzen Rahmen mit hoher Eigenwirkung zeigen. Das PP sollte dann breite Ränder haben, die der Arbeit genügend Abstand zu dieser kräftigen Rahmenleiste bieten.

Soweit die trockene Theorie. Probieren Sie das Gesagte im Rahmungs-Studio unseres Galerien-Generators "PPW- Rahmungs-Theorie" einfach aus. Dabei ist es egal ob Sie die Galerie "PP aufgreifend", "In PP eingelegt/freigestellt" oder auch "PP mit Abstand zum Motiv" wählen. Verschiedene PP-Größen können Sie bei allen vorgeben und vergleichen und dies gilt auch für die Verwendung unterschiedlich breiter Leisten. In das Rahmungs-Studio gelangen Sie nachdem Sie eine Galerie ausgewählt, eines der Vorschaubilder angeklickt und dann unter dem vergrößerten Bild den Button "Einrahmen" angeklickt haben. 

Hier geht's direkt zum Galerien-Generator "PPW- Rahmungs-Theorie"

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Für Interessierte haben wir eine kleine Auswahl an weiterführender Lektüre ins unserer Literatursammlung zusammen getragen.
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