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Passepartout-Werkstatt Reinhard Dreger

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Passepartouts

Das Passepartout schafft sowohl einen Abstand als auch einen Übergang zum Rahmen und bildet bei kleineren Arbeiten eine ruhige Fläche um das Motiv, eine Hinleitung zur Arbeit. Dies ist nötig, da man an kleinformatige Arbeiten näher herantreten muss, um etwas erkennen zu können, der Mensch aber sein Blickfeld aber nur begrenzt einengen kann und andernfalls gleichzeitig die Arbeit, den Rahmen und die Wand mit der Tapete sieht. 

Die bis hierhin beschriebenen Aufgaben, des Übergangs, der Verbindung, der ruhigen Fläche um das Motiv kann auch ein einfaches Papier-Passepartout erfüllen. Passepartouts aus dickerem Material verhindern den Kontakt des Bildes zum Glas. In längeren Schlechtwetterperiode, mit hoher Luftfeuchtigkeit, nehmen die Papiermaterialien im Rahmen Wasser aus der Umgebungsluft auf, das später nur schwer wieder entweichen kann und bei einem fehlenden oder nicht ausreichend dicken Passepartout zur Stockfleckenbildung auf der Arbeit führen kann.  Bei  stärkeren Passepartouts bietet es sich an, den Schnitt schräg auszuführen. Der Schrägschnitt leitet den Blick ins Bild, verstärkt die Tiefenwirkung des Bildes und ist nicht zuletzt schön anzuschauen. Wir sprechen dann vom Schrägschnitt - Passepartout. Wenn im weiteren vom Passepartout, oder abgekürzt auch PP, gesprochen wird, ist dieses gemeint.

Bei Aquarellen, Zeichnungen, Farbfotos greift das PP meist auf. Kleinere Arbeiten oder solche mit schönen Rändern können aber auch eingelegt/freigestellt werden und bei Druckgrafiken wie Radierung, Lithografie oder auch Holzschnitt greift das PP zwar auf das Blatt auf, beginnt aber erst mit einem Abstand zum Plattenrand - mehr zu all dem unter PP-Arten.

Egal welche PP-Art gewählt wurde, kann über Breite der PP-Ränder die Bildwirkung verändert werden.

Die Wahl eines dickeren PPs, bei dem der Schrägschnitt auch wirkungsvoller zur Geltung kommt, kann ästhetische Gründe, vor allem aber auch konservatorische gründe haben. Mehr unter PP-Stärke.

Das gleiche gilt für das Doppel-PP. Es kann wegen seiner optischen Wirkung aber auch bei Papieren die stark wellen, aus konservatorischen Gründen gewählt werden.

Egal ob normal starkes PP, 3 mm-PP oder auch Doppel-PP aus der Kombination von beiden, der PP-Ausschnitt sollte immer auf Die optische Mitte gesetzt werden.

Nicht zuletzt bestimmt Die PP-Farbe die Bildwirkung und die der Rahmung wesentlich.

Verzierungen können nicht nur bei alter Grafik eingesetzt werden, sie können auch bei modernen Arbeiten eine hervorragende Wirkung haben und viele davon sind auch einfach selbst auszuführen.

Mehrfachausschnitte bieten insbesondere für Fotos interessante Gestaltungsmöglichkeiten und Sie seit der Erfindung computergesteuerter Schneidemaschinen auch bezahlbar.

Wenn Sie bis hierhin gekommen sind, haben Sie vielleicht auch an der Geschichte des PPs Interesse.

Passepartout-Werkstatt Reinhard Dreger
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